Minimalistischer Kleiderschrank

Minimalistischer Kleiderschrank

Das Thema Kleidung beschäftigt mich momentan sehr. Eigentlich beschäftigt es mich immer. Aber gerade jetzt versuche ich mich mithilfe der Garderobe abzulenken! Daher habe ich einen Plan. Ich erstelle eine ganz individuelle Liste, mit Anziehsachen und Schuhen, die für mich persönlich wichtig und für meinen Alltag passend sind.

Ich sammle bereits lange Informationen zum Thema “capsul wardrobe ” und “basics im Kleiderschrank”. Es gibt echt sehr viel im Netz, sowohl freiverfügbar, als auch für (kein kleines) Geld. Und ich habe beide Varianten ausprobiert! Mein Wissen will ich nun dazu nutzen, meinen Kleiderschrank auszumisten und die ideale Garderobe für jeden Tag und jede Gelegenheit zusammen zu stellen.

Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr war, drei Monate nichts zu kaufen. Es ist mir tatsächlich gelungen. Und Ende April habe ich mir ein paar Schuhe gekauft. Dieser Einkauf war nicht spontan. Und auch als ich sie hatte, habe ich sie erst mit sehr vielen Kleidungsstücken anprobiert, um festzustellen, dass sie zu allem passen. Daher durften sie bleiben.

Nun, da ich denke, dass nichts mehr gekauft werden muss, kann ich die Liste erstellen. Sie soll Kleidung und Schuhe für die nächsten drei Monate (Mai-Juli) festlegen, die im Kleiderschrank bleiben. Der Rest darf in Aufbewahrungsboxen aus den Augen und damit aus dem Sinn verschwinden. Natürlich habe ich (erstmal) nicht vor, etwas zu entsorgen. Eigentlich wollte ich aussortierte Kleidungsstücke und Schuhe verkaufen, aber ich denke, das hat Zeit, ich sollte einen Schritt nach dem anderen gehen.

Ganz schön wäre es, Fotos mit Outfits zu machen. Aber dazu bin ich noch nicht bereit. Vielleicht folgt das.

Aber die Liste kann ich hier offenlegen.

Zuerst muss ich aber so einige Erklärungen zu meiner Wahl geben. Zum einen mag ich keine Hosen. Ich besitze eine einzige Jeans und drei Hosen, die ich aber kaum, bis gar nicht trage. Am liebsten sind mir Kleider, und zwar wadenlange Kleider! Sowohl im Büro, als auch zu Hause und auf Partys trage ich meist Kleider und Röcke. Daher wird meine Liste auf den ersten Blick unlogisch erscheinen. Nur nicht für mich! Der andere, etwas ungewöhnliche Punkt ist, dass ich mehr Zeit zu Hause, als im Büro verbringe, daher muss auch das bei der Wahl berücksichtigt werden. Ich habe vor, öfter walken zu gehen, daher dürfen auch sportive Sachen mit auf die Liste.

Die Kleidungsstücken müssen nicht nur zu meinem Alltag, sondern auch zu einander passen. Was nicht sehr einfach ist, denn ich habe sehr viel Farbe im Schrank, und auch Muster, wilde Muster! Es muss also alles gut durchdacht werden.

6 paar Schuhe (das fängt schon mal absolut unminimalistisch an)
2 Röcke
1 Jeans
1 kurze Hose (es soll ja wieder warm werden)
6 Kleider (drei davon nur für Zuhause)
3 T-Shirts
4 Bodys
2 Strickjacken (mehr besitze ich einfach nicht)
1 Pullover
2 Trenchcoats
1 Daunenjacke (es wird doch noch sehr kalt zwischendurch
1 Regenjacke
1 Jeansjacke
1 Mantel
2 Taschen (oder drei…)
2 Leggings (eine kurze und eine lange)
2 Hoodies

Unterwäsche und Socken führe ich hier nicht auf…aber einiges zu Accessoires sollte gesagt werden. Ich habe nicht wenig Schmuck, und trage ihn auch gerne, meist sind es aber doch die selben Stücke. Daher macht es auch hier Sinn, nur zwei-drei Exemplar in den nächsten drei Monaten zu tragen.

Während ich meine Gedanken aufschreibe, sehe ich alles viel klarer und ich finde es total aufregend gerade! Ich habe viele schöne Sachen in den letzten Jahren angesammelt, bei den meisten schaffe ich es nicht, sie einfach zu entsorgen. Und doch merke ich, dass sie mich belasten. Von diesem Experiment erhoffe ich mir, dass ich Kleidungsstücke öfter trage, sie sich somit abtragen und mit guten Gewissen entsorgen lassen werden.

Zuerst muss ich aber tatsächlich jetzt den Schritt gehen! Ich suche die einzelnen Stück raus, hänge nur diese in den Schrank und verstaue den Rest in Aufbewahrungsboxen (ich bin nicht sicher, ob wir soviel Boxen überhaupt besitzen)! Dieser Abend verspricht lang und ermüdend zu werden…und trotzdem

…genießt den Moment

Natalja

 

Schreibe einen Kommentar